Tansania (Teil 2): Daten zur MV Liemba, früher SMS Graf GOETZEN

Gebaut, getauft und zerlegt in Papenburg, verschifft nach Dar es Salaam und zusammengesetzt in Kigoma. Versenkt, fallen gelassen und schließlich wieder aufgetaucht. Seit beinahe 100 Jahren verkehrt sie nun auf dem Tanganjikasee: Die M.V. Liemba ehemals GOETZEN. Für die Menschen an seinen Ufern ist ein Leben ohne die schwimmende Legende nicht vorstellbar. Ich hatte die Ehre, mit ihr zu reisen. Der Fotograf Rolf G. Wackenberg hat mich begleitet und jede Menge Fotos von der GOETZEN geschossen. Einzelberichte von der Fahrt sind in verschiedenen Medien, wie z.B. Der Welt, Welt am Sonntag, Morgenpost, SPIEGEL Online erschienen. Hier ein Steckbrief mit allen mir erhältlichen Daten und Informationen rund um das Schiff und seine Geschichte, den ich permanent aktuell halte.

An dieser Stelle ein Hinweis: Rolf und ich sind mehrfach mit der Liemba gereist. Unser Buch ‚Von GOETZEN bis LIEMBA – Auf Reisen mit einem Jahrhundertschiff‘ erzählt ausführlich von einer unserer Fahrten mit dieser Schiffslegende. Parallel dazu erhält der Leser exklusive Einblicke in die Schiffshistorie, von den ersten Tagen bis in die Gegenwart, sowie in das Leben ihrer Wegbegleiter und Protagonisten. Alex Capus hat das Vorwort geschrieben. Das Werk ist kurzweilig und unterhaltsam geschrieben, kein historisches Sachbuch, und mit reichhaltigen Fotostrecken von Rolf illustriert. Es ist überall im Buchhandel erhältlich – hier mehr dazu.

Beste Grüsse,

Sarah Paulus (Stand: Januar 2015)

Taufe und Stapellauf

Im Jahre 1913 baut die Joseph L. Meyer Werft im niedersächsischen Papenburg auf Befehl von Kaiser Wilhelm II. und im Auftrag des Reichskolonialamtes (andere Quellen sagen: im Auftrag der Ostafrikanischen Eisenbahngesellschaft) ein Dampfschiff, das sich auseinandernehmen und andernorts wieder zusammenfügen lässt. Das Schiff ist für den Tanganjikasee (lokale Schreibweise: Tanganyikasee) bestimmt und soll dort als Transport- und Frachtschiff der deutschen Kolonie Deutsch-Ostafrika Präsenz, Stärke und Überlegenheit verleihen.

In Kigoma wird damals offenbar darüber diskutiert, ob Kaiser Wilhelm II. anläßlich des 30. Jahrestages deutscher Kolonien in Afrika persönlich auf einem Schiff den See befahren wolle. Sogar der in Kigoma auf einer Anhöhe thronende „Kaiserhof“, heute Sitz der Regionalverwaltung, sei in diesem Zusammenhang als Ausgangspunkt für kaiserliche Safaris gebaut worden.

Am 22.11.1913 ist das Schiff fertig gestellt, zu diesem Zeitpunkt nur zusammengeschraubt und nicht genietet. Namensgeber ist Gustav Adolf Graf von Götzen. Dieser entdeckte 1894 den Kiwusee und war Gouverneur Deutsch-Ostafrikas von 1901 bis 1906. Laut Mail der Presseabteilung der Meyer Werft heißt das Schiff „…in der Anfangsphase, noch vor der Probemontage in Papenburg, GRAF VON GÖTZEN. Der Name wird am 07.11.1913 auf Anordnung des Reichskolonialamtes in GOETZEN geändert.“ Zudem soll die Goetzen kein SMS gewesen sein, obwohl sie in vielen Quellen so bezeichnet wird. Weitere historische Fakten:

Ausstattung: Zwei Rundkessel zur Dampferzeugung. Sechs Kabinen der ersten und fünf Kabinen der zweiten Klasse mit jeweils einem Speiseraum

  • Auftragserteilung 13.12.1912
  • Gewicht: 560 Tonnen (Lightweight)
  • Bruttoregistertonnen: 1.200 BRT (1 BRT = 2,83 qm)
  • Befestigung: 160.000 Nieten
  • Kosten: 750.000 Mark, davon reine Baukosten 414.000 Mark, davon 336.000 Mark Versicherung, Transport, Wiederaufbau (Umrechnung in EUR etwa Faktor 4,90 auf Basis Verbraucherpreisindex per 10/2011. Quellen: Presseabteilung Meyerwerft und Deutsche Bundesbank)

Zur Originalfarbe des Schiffes schreibt Michael Berg, erster Vorsitzender der Initiative Run Liemba: „Es existiert ein Bild, auf dem die Goetzen vor dem Stapellauf auf der Werfthelling in Kigoma liegt – mit einem schneeweißen Rumpfanstrich oberhalb der Wasserlinie! Doch dies muss nichts bedeuten. Es kann sich um einen sogenannten ‚Photographieranstrich‘ handeln, der (u. a. auch bei Lokomotiven) oftmals lediglich in weißer Wasserfarbe aufgebracht wurde. Man kannte damals ja nur Schwarzweißphotographien, und bei einem weißen Anstrich hoben sich die Konturen am besten ab! Alle weiteren Schwarzweißphotographien in meinem Bestand zeigen den Rumpf in einem dunklen Ton, der mir für schwarz jedoch etwas zu hell zu sein scheint. Möglicherweise ein Grauton, Graublau o. ä. …Die erste Farbaufnahme der „Liemba“ bei mir stammt aus den sechziger Jahren, da sind die gesamten Außenflächen der Aufbauten sowie der Rumpf weiß. Die innenliegenden Teile der Aufbauten jedoch beige – also genau wie heute. Dann gibt es noch Bilder aus der ersten Hälfte der siebziger Jahre, als das Schiff bereits ausgemustert war. Da ist es komplett in einem orangerot-beigen Ton gestrichen. Naja, die Siebziger halt…“

Zerlegt, in 5.000 Holzkisten verpackt und in Begleitung von Anton Rüter, dem Handwerker Hermann Wendt, und dem Nieter Rudolf Tellmann, reist die GOETZEN per Zug nach Hamburg, dann auf den 3 Überseedampfern Admiral, Feldmarschall, Windhoek und der Adolf Woermann via Mittelmeer und Suezkanal nach Dar es Salaam und schließlich erneut per Zug auf der damals von der Firma Philipp Holzmann & Co. beinahe fertig gestellten 1.250km langen Mittellandbahn nach Kigoma. Über den Grad der Fertigstellung von Teilstrecken gibt es unterschiedliche Daten, nachfolgend eine Version:

  • 15. 10. 1906  Dar es Salaam – Pugu
  • 09. 10. 1907  Pugu – Morogoro
  • 01. 08. 1911  Morogoro – Kilossa – Mangoni
  • 01. 07. 1912  Mangoni – Tabora
  • 21. 02. 1913  Tabora – Malagarassi
  • 01. 02. 1914  Malagarassi – Kigoma

Einige Quellen besagen nun, dass Einheimische die 5.000 Kisten über 300km fehlende Schienenstrecke tragen mussten. Der Autor Alex Capus spricht wiederum davon, dass bei Ankunft von Rüter, Wendt und Tellmann in Dar es Salaam lediglich 10 Schienenkilometer bis Kigoma gefehlt hätten, so dass die Truppe einen knapp dreiwöchigen Zwischenstopp in Dar es Salaam einlegte. Waldemar von Gruchalla von der Meyer-Werft teilt mir dazu folgendes mit: „Das Tragen der Schiffsteile auf den Rücken der Einheimischen darf man wohl als Märchen abtun.“ Zurück zu den Details:

  • Ankunft Kigoma: Ende Januar 1914
  • Bauzeit: 13 Monate
  • Anzahl der Arbeiter: 200
  • Stapellauf: 05.02.1915
  • Zusätzliche Ausstattung: Drei Geschütze
  • Erste große Fahrt: 09.06.1915 nach Bismarckburg (heute Kasanga)

Zur Ankunft in Kigoma: „Wenn überhaupt, dann könnte Ende Januar die Ladung des ersten von insgesamt vier Schiffen Kigoma erreicht haben. Das letzte Schiff mit den restlichen Teilen der GOETZEN stand zu dieser Zeit noch im Hamburger Hafen“, erläutert Herr von Gruchalla. Mit Blick auf den genannten Stapellauf berichten einige Quellen abweichend, dass dieser mehrmals verschoben und tatsächlich erst am 09.06.1915 stattgefunden haben soll.

Einsatz und Bedeutung

Verstärkung der Seestreitkraft und Beschleunigung der Truppentransporte zwischen Kigoma und Bismarckburg. Militärische Nachrüstung für Einsätze als Kanonenboot, denn zu den erwähnten drei ursprünglichen Geschützen kam noch eins hinzu: Die 10,5cm Kanone vom in der Rufiji-Mündung südlich von Dar es Salaam am 11. Juli 1915 gesprengten/versenkten leichten Kreuzer SMS Königsberg. Später – Bombardierung durch belgische Truppen im Hafen von Kigoma, jedoch keine ernsthafte Beschädigung. Abbau zweier Geschütze für anderweitige Verwendung. Ersatz durch Attrappen.

Mensch und Maschine am Tanganjikasee

Der Tanganjikasee ist der längste und zweittiefste See der Welt. Er misst eine Länge von rund 700km, eine durchschnittliche Breite von 50km und an seiner tiefsten Stelle eine tiefe von 1.470m. John H. Speeke und Sir Richard F. Burton sollen ihn 1858 entdeckt haben, auf der Suche nach den Quellen des Nils. Während des 1. Weltkrieges haben die sich am Tanganjikasee gegenüber stehenden Militärmächte lediglich Verkehrsdampfer oder Transportschiffe und keine „echten“ Kriegsschiffe im Einsatz. So fungierte beispielsweise die Hedwig von Wissmann ursprünglich als Postschiff und die Kingani als Zollschutzdampfschiff. Auf dem See verkehrten unter deutscher Flagge folgende Schiffe:

  • Kingani: Von HMS Mimi und HMS Toutou, zwei Booten der britischen Royal Navy, am 26.12.1915 bei Lukuga aufgebracht und nach Albertville (heute Kalemie) verschleppt. Nach Bergung und Instandsetzung als Fifi gegen deutsche Truppen eingesetzt.
  • Hedwig von Wissmann: Von Mimi und Fifi am 09.02.1916 bei Kap Kungwe versenkt
  • GOETZEN: Selbstversenkung am 26.07.1916
  • Wami: Selbstversenkung am 28.07.1916
  • Adjudant, nicht fertig gestellt, ausgebrannt am 26.07.1916

Übrigens: Die Kingani wie auch die Wami wurden ebenfalls auf der Papenburger Joseph L. Meyer Werft gebaut.

Auf belgischer Seite fahren die Alexandre Delcommune, welche durch die Wissmann unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Moritz Horn am 23.08.1914 bei Mpala schwer beschädigt und am 08./09.10.1914 unter dem Kommando von Kapitänleutnant zur See Gustav von Zimmer am Strand von Albertville gesprengt  wird. Weiterhin die Netta, Dix Tonnes, Vedette und Baron Dhanis.

Auf britischer Seite sind im Einsatz: Die Good News im Missionsdienst sowie der Dampfer Cecil Rhodes. Beide gesprengt und versenkt durch deutsche Truppen im Zeitraum 17.-20.11.1914 bei Kasakalawe. Einige Quellen besagen, dass die Cecil Rhodes von der GOETZEN versenkt worden sei, wogegen andere klarstellen, dass die GOETZEN nie ein Schiff versenkt habe. Darüber hinaus Mimi und Toutou: Beide beschädigt durch Kampf und Sturm. Verbleib der Schiffe nach dem Krieg ungeklärt.

Persönlichkeiten

Heinrich Albert Schnee (1871-1949): Politiker, Kolonialbeamter und Schriftsteller. Lebt von 1912-1919 mit Frau Ada in Dar es Salaam, wo er als letzter Gouverneur Deutsch-Ostafrikas auch die oberste militärische Befehlsgewalt innehat. Nach dem 1. Weltkrieg übernimmt er einerseits Verbandsfunktionen, so als Präsident des Bundes der Auslandsdeutschen und der Deutschen Kolonialgesellschaft, andererseits ist er weiterhin politisch tätig, so als Abgeordneter für die Deutsche Volkspartei (aus der er 1932 austritt) und für die NSDAP, der er von 1933-1945 angehört.

Paul von Lettow-Vorbeck (1870-1964): Beteiligt an der Zerschlagung des Boxeraufstandes in China. Dient von 1904-06 in Deutsch-Südwest und nimmt an der Niederschlagung Herero- und Hottentottenaufstände teil. Muss 1906 wegen eines zerschossenen Auges nach Deutschland zurück kehren. Wirkt von 1914-1918 als Kommandant (später Ernennung zum Generalmajor) der deutschen Schutztruppe Deutsch-Ostafrika, wo er als genialer Guerillaführer gilt. Nach dem Krieg: Führung eines rechtsorientierten Korps Freiwilliger gegen die Übernahme Hamburgs durch linksgerichtete Spartakisten. Verabschiedung vom Militärdienst 1920 nach Teilnahme am Kapp-Putsch. Abgeordneter der rechtskonservativen DNVP im Reichstag. Gilt dennoch als konservativer Kritiker von Partei und Staat.

Karl Ernst Göring (1885-1932): Älterer Bruder von Hermann Göring. Oberleutnant und Kommandeur der 4. Feldkompanie unter Lettow-Vorbeck. Zusammentreffen mit Rüter, Wendt und Tellmann zu Kaisers Geburtstag am 27.01.1914 in Dar es Salaam.

Gustav von Zimmer: Entstammt verarmter Adelsfamilie. Dient freiwillig in der deutschen Schutztruppe in Deutsch-Ostafrika. Ursprünglich Korvettenkapitän und Kommandant des Hilfskreuzers Möwe, später Kapitänleutnant zur See. Wesentliche Informationen über die Geschehnisse jener Zeit stammen aus Berichten, die Zimmer ab 1918 für das Marinearchiv Freiburg im Breisgau verfasste. Erstes Zusammentreffen mit Rüter, Wendt und Tellmann zu Kaisers Geburtstag am 27.01.1914 in Dar es Salaam. Versetzung nach Kigoma etwa Mitte 1914. Nach dem damals ungeklärten Verbleib der Wissmann und der Kingani Anfang 1916 und in Kenntnis der Existenz zweier schneller englischer Boote (Mimi und Toutou), nicht wissend, dass diese stark beschädigt waren, belässt Zimmer die GOETZEN im Hafen von Kigoma.

Geoffrey Basil Spicer Simson (1876-1947): Kommandeur und Offizier der Royal Navy, der er 1889 betritt. Nach Einsätzen in Asien, Stationierung in Gambia. 1914 Rückkehr nach London und Übernahme administrativer Aufgaben. Im April 1915 erfährt die Admiralität von der Existenz der GOETZEN und beschließt, zwei Motorboote an den Tanganjikasee zu bringen. Leiter der Expedition wird Spicer-Simpson. Er tauft die Boote Mimi (miez-miez) und  Toutou (wau-wau), nachdem sein ursprünglicher Vorschlag, Katze und Hund, von der britischen Admiralität abgelehnt worden war. An Bord der „Llanstephen Castle“ erreichen Boote und Mannschaft am 16.07.1915 Kapstadt. Weiter geht es auf dem Landweg an die damals belgischen Ufer des Tanganjikasees. Die Tour dauerte mehr als drei Monate. Er erobert die deutsche Kigani und tauft sie in Fifi (piep-piep) um. Mimi und Fifi werden später unter seinem Kommando die Hedwig von Wissmann außer Gefecht setzen. Im Februar 1916 sichtet er die GOETZEN auf deren Suche nach der Kingani und der Wissmann. Er entscheidet sich gegen eine Verfolgung, so wie er auch in Folge auf jegliche militärische Auseinandersetzung auf dem See verzichtet, nicht wissend, dass die mächtige Kanone auf der Goetzen lediglich eine Attrappe ist.

Versenkung und Wiedergeburt

Mitte 1916 sind die deutschen Truppen in Kigoma nicht mehr zu halten. Kapitänleutnant Zimmer befiehlt die Versenkung der GOETZEN: Maschinenteile werden eingefettet, Motoren ausgebaut und versteckt, der Schiffsrumpf mit Zement beladen. Am 26.07.1916 „verschwindet“ die Goetzen in der Mündung des Malagarasi-Flusses.

Nach dem Krieg wird die GOETZEN nach Kigoma geschleppt, dass nunmehr den Belgiern untersteht. Durch einen Hebungsfehler sinkt das Schiff erneut. Weiter geht es wie folgt:

  • 1921: Kigoma fällt unter britische Verwaltung
  • 16.03.1924: Nach zwei Jahren Bergungsarbeiten „taucht“ die Goetzen wieder auf. In erstaunlich guter Verfassung, denn die deutschen Dampfkessel halten bis in die 70er Jahre.
  • 16.05.1927: Umbenennung in M.V. Liemba (oder DS Liemba)
  • Umbau der Schiffsaufbauten in ein Passagierdeck mit Schlafkabinen
  • 1961: Unabhängigkeit Tanganjikas
  • 1964: Gründung der Vereinigten Republik Tansania
  • 1979: Umrüstung auf zwei Caterpillar Dieselmotoren
  • 1993: Generalüberholung: Rumpfaufbauten und Rumpfverstärkung durch dänische Entwicklungshilfeorganisation DANIDA (Danish International Development Agency) für 26 Mio. Dänische Kronen.
  • 1995: Umrüstung auf PS-starke Dieselaggregate von MAN

Von Afrika nach Hollywood

Im Jahr 1951 verfilmt der US-amerikanische Regisseur John Houston den Roman des britischen Autors Cecil Scott Forester „African Queen“. Drehort Afrika. Hauptdarsteller Katherine Hepburn und Humphrey Bogart, der dafür seinen einzigen „Oscar“ erhält. Bei dem im Film dargestellten Kanonenboot Louisa soll es sich um ein deutsches Schiff handeln – die Liemba. Die Außenaufnahmen seien am Albertsee, andere Quellen sagen am Victoriasee, durchgeführt worden. Dort hat sich die Liemba allerdings nie aufgehalten. Wer sich den Film mit Fokus auf die Schiffsszenen anschaut, muß lange durchhalten, um letztlich nur vage Eindrücke zu erhalten. Zudem bleibt auch offen, ob die Szenen wirklich im Beisein der Liemba gedreht wurden oder in einer Studio-Bluebox entstanden sind.

Skeptisch zeigt sich auch Michael Berg und schreibt: „Tatsächlich handelte es sich bei dem deutschen Kanonenboot in dem Film um den Dampfschlepper Buganda auf dem Viktoriasee. Doch da es ursprünglich vorgesehen war, die Außenaufnahmen auf dem Tanganjikasee zu drehen, verhalf der Film auch dem DS Liemba zu einem gewissen Ruhm.“

Vom Kanonenboot zum Passagier- und Frachtschiff

Die Liemba verkehrt heute als Passagier- und Frachtschiff zwischen Kigoma (Tansania) und Mpulungu (Sambia). Frühere Routen in den Kongo und nach Burundi wurden im Zuge von Bürgerkriegen in Ruanda und Kongo eingestellt. Seit einiger Zeit erfolgen in Zusammenarbeit mit dem UNHCR Rücktransporte von Flüchtlingen aus Camps nahe Kigoma.

  • Größtes und ältestes Schiff aller afrikanischen Seen
  • Eines der ältesten Passagier- und Frachtschiffe der Welt
  • Heimathafen Kigoma
  • Eigentümer und Betreiber: Marine Services Company Ltd.
  • Kapitän: Titus Benjamin Mnyanyi, geb. 11.09.1964
  • Wasserverdrängung 1.300t, 3m Tiefgang
  • Länge: 67m, Breite: 10m
  • Geschwindigkeit: 11 Knoten
  • Last: 600 Passagiere und 200t Fracht
  • Bordkantine und Bar im Oberdeck  (Kellner Ronaldo ist der Beste!)
  • Zwei VIP Kabinen mit Bad/WC im Oberdeck
  • Zehn (2er) Kabinen 1. Klasse mit Waschbecken im Oberdeck
  • Acht (4er) Kabinen 2. Klasse und zwei Familienkabien (4er) mit Toilette und Waschbecken im Zwischendeck
  • 3. Klasse ohne Kabinen im Unterdeck

Über Anzahl und Ausstattung der Kabinen, insbesondere in der 2. Klasse gibt es unterschiedliche Meinungen. Einige besagen, es seien 29 Kabinen.

Einheimische berichten, dass die sporadische Zusammenarbeit mit der UNHCR zu Unregelmäßigkeiten im Fahrplan und zu einem Rückgang der Passagierzahlen geführt habe. Fahrplan der Liemba derzeit lediglich 14tägig:

  • Abfahrt Kigoma mittwochs, 16 Uhr mit Ankunft in Mpulungu freitags 8 Uhr.
  • Abfahrt Mpulungu freitags, 16 Uhr mit Ankunft in Kigoma sonntags, 8 Uhr. Stand September 2011. Derzeit fährt die Liemba in jeder geraden Woche.
  • Start- und Haltepunkte lt. Karte des Reise Know-How Verlags: Kigoma-Kirando-Sigunda-Halembe-Mugambo-Kibwesa-Kalya-Ikola-Karema-Kabwe-Kiranda-Kipili-Ninde-Msamba-Wampembe-Kala-Kasanga-Mpulungu. Angaben über die Anzahl der Haltepunkte variieren zwischen 15 und 19. Möglicherweise ist die Route tatsächlich flexibel, sozusagen nachfrageabhängig.
  • Halteplätze in 500-1.000m Entfernung vom Ufer. Be- und Entladen durch Zubringerboote. Anlegestellen lediglich in Mpulungu, Kasanga (dem ehemaligen Bismarckburg) und Kigoma.

Politische Aktivitäten

Anlässlich des bevorstehenden 100. Geburtstages der Liemba wird über deren weitere Verwendung nachgedacht. Die tansanische Regierung hat bereits offiziell bei den deutschen Behörden um Unterstützung gebeten, da man die Reparatur aus eigenen Mitteln nicht darstellen könne. Nicht zuletzt benötigt das Schiff dringend eine Generalüberholung. Hierfür setzen sich seit 2010 die Meyer Werft, das Land Niedersachsen und  das Bundespräsidialamt ein. Tatsächlich gehen diese Aktivitäten, lt. Peter Hackmann, Pressesprecher der Meyer-Werft, auf die Initiative „Partnerschaft mit Afrika“ des ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler zurück, in deren Rahmen Bundesländer und Institutionen angeregt wurden, über entsprechende Kooperationsprojekte in Afrika nachzudenken.

Bis dato gab es zwei offizielle deutsche Delegationen:

Am 02.03.2010 in Kigoma. Zugegen waren u.a. Dr. Lothar Hagebölling, Leiter der niedersächsischen Staatskanzlei mit einem Vertreter der Entwicklungshilfeabteilung des Hauses sowie Jochen Zerrahn, ehemaliger Betriebsleiter der Meyer-Werft.

Am 28. 02.2011 in Dar es Salaam und am 01. 03. in Kigoma. Zugegen waren u.a. Heinz Davidsohn, Leiter der Abteilung für Europa und Internationales bei der Niedersächsischen Staatskanzlei und seine Mitarbeiterin Frau Ewert-May, Jochen Zerrahn, Guido Herz (damals deutscher Botschafter in Tansania). Auf tansanischer Seite waren neben hochrangigen Repräsentanten des MSCL auch Vertreter der Politik zugegen.

Darüber hinaus wird das Auwärtige Amt involviert und das Entwicklungsministerium. Dieses beauftragt über die KfW ein Gutachten. Im Ergebnis stellen die Gutachter fest, dass die Liemba eher eine „Kandidatin für das Schiffsmuseum“ sei. Ferner müssten bei der Sanierung Sicherheitsstandards berücksichtigt werden, wie sie für neue Schiffe auf hoher See gelten. Zudem würden die vom Entwicklungsministerium definierten Eckendaten der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Tansania zwar Maßnahmen wie Wasserwirtschaft und Good Governance vorsehen, nicht jedoch Infrastrukturmaßnahmen.

Daraufhin involviert die niedersächsische Staatskanzlei das Bundeskanzleramt und das Verkehrsministerium – zuständig für die Binnenschifffahrt. „Es gibt keine zwingende Veranlassung für Schiffe auf dem Tanganjikasee die gleichen Anforderungen zu stellen wie für die hohe See. Es macht keinen Sinn, für 100 Jahre alte Schiffe die gleiche Sicherheitstechnik zu verlangen wie für neue. Das geschieht auch in Deutschland nicht“, fasst Heinz Davidson, Leiter der Abteilung Internationales bei der niedersächsischen Staatskanzlei die Haltung des Verkehrsministeriums zusammen. Um den hiesigen Entwicklungshilfekriterien gerecht zu werden, wirbt er für den Einsatz deutscher Budgethilfe. Das bedeutet, die eingesetzten Mittel fließen direkt in den tansanischen Haushalt und müssen grundsätzlich nicht zweckgebunden verwendet werden.

Lt Aussage von Jochen Zerrahn, der bis zu seiner Pensionierung 50 Jahre für die Meyer Werft tätig war, zuletzt als Mitglied der Geschäftsleitung, zuständig für Produktion, Logistik und Personal, ist die Liemba sanierungsfähig.  Für eine Generalüberholung von Maschinen- und Sicherheitsanlagen sowie für die Modernisierung von Kabinen und Bordrestaurant kalkuliert die Meyer Werft 6-8 Mio. EUR. Allerdings seien nun die tansanische Regierung und der Betreiber MSCL am Zug, die sich bis dato weder zu ihren Sanierungswünschen noch zum Thema Budgethilfe geäußert haben.

Anders als Jochen Zerrahn, suggeriert Peter Hackmann, Pressesprecher der Meyer Werft in einem Telefongespräch Anfang Januar 2012 eine eher passive Rolle: „Wir haben das Schiff lediglich gebaut und sicher können wir mit technischem Knowhow unterstützen“. Weiter sagt er: „Unser Kerngeschäft ist der Bau großer Kreuzfahrtschiffe. Wir sind eine Neubauwerft und keine Reparaturwerft.“ Und vor den Karren dieser oder jener Initiative ließe man sich sowieso nicht spannen, zumal es im Falle einer Sanierung zu einer Ausschreibung käme und die Meyer-Werft nicht automatisch den Zuschlag erhalten würde. Auch sei der Marketingeffekt der ganzen Geschichte eher von den Medien herbeigeschrieben als tatsächlich vorhanden. Nicht viel mehr als fünf Kunden habe man weltweit. Ob irgendwo ein hundertjähriges Schiff herumfahre, sei denen ziemlich egal.

Neben der Meyer Werft möchte sich nun auch ein weiteres deutsches Unternehmen für die Liemba einsetzen: „HeidelbergCement ist bereit, sich mit einem Betrag zwischen EUR 500.000 und 2,5 Mio. an einem privaten Fonds zur Modernisierung der MS Liemba zu beteiligen“, heißt es in einem Brief des Unternehmens an den Präsidenten der Deutschen Afrikastiftung, Hartwig Fischer. HeilbergCement ist über seine Tochtergesellschaft, Tanzania Portland Cement Company Ltd., der größte Zementproduzent vor Ort.

Am 09.02.2012 fand auf Einladung der Deutschen Afrikastiftung ein Parlamentarischer Abend im Jakob-Kaiser-Haus in Berlin statt. Jüngste Erkenntnisse und Informationen aus den Teilnehmerreden wurden o.g. zusammen gefasst. Die Gespräche zu Art und Umsetzung der Sanierung werden auf politischer Ebene fortgeführt. Nächster Termin sollte der bevorstehende Besuch von Bundespräsident Wulff in Sambia, Burkina Faso und Tansania sein. Mit dem Rücktritt von Herrn Wulff, wenige Tage vor Beginn der Reise, wurde dieser Termin offensichtlich verschoben.

Telefonat mit Heinz Davidson, 22.03.2012

Die politischen Verhandlungen zur Sanierung der Liemba finden derzeit im Rahmen der regulären Konsultationen zwischen BMZ und der tansanischen Regierung statt. Die letzte Konsultation war im Januar 2012. Im Ergebnis soll die Einschätzung des BMZ wie folgt lauten: Tansania hat kein Interesse. Die Regierung hat sich weder zu den Details der Sanierung noch zur Verwendung deutscher Budgethilfe geäußert. Daraus wird geschlussfolgert, dass die Sanierung der Liemba aus bestehenden Mitteln der deutschen Budgethilfe für die Tansanische Regierung nicht zur Debatte steht, was im Wesentlichen bedeutet, dass sie „Geld obendrauf“ wollen. Nächster Konsultationstermin ist April 2012. Unabhängig von den regulären Konsultationen fühlt sich das BMZ in Sachen Liemba jedoch nicht im Driverseat bzw. hat die Sache nicht auf der Agenda. Ergebnisse können daher nicht erwartet werden. Lediglich das Auswärtige Amt wäre in der Lage, eine solche Führungsposition einzunehmen, was jedoch bis dato nicht passiert.

Zum potenziellen Commitment der DANIDA liest Heinz Davidson aus einem Schreiben des deutschen Botschafters Klaus-Peter Brandes in Dar es Salaam:

Der kürzlich ernannte neue dänische Botschafter in Dar es Salaam H. E. Johnny Flentø hat mich, also den Herrn Brandes, ebenso wie den tansanischen Transportminister am 13.02. davon unterrichtet, dass Dänemark über DANIDA prüft, ein Soft Loan bereitzustellen, das für diesen Zweck und für andere Unterstützungsmaßnahmen im Binnenschifffahrtsverkehr eingesetzt werden soll. DANIDA beabsichtigt ggf. mit der KfW, aufgrund der dort schon vorhandenen technischen Kenntnisse, Kontakt aufzunehmen.

Momentan fährt die Liemba auf Basis einer Betriebsgenehmigung, die jedes Jahr verlängert wird.

Private Initiativen

Neben den politischen Aktivitäten gibt es auch private Initiativen, die sich mit Erhalt und Verwendung des Schiffes auseinander setzen. Der Papenburger „Förderverein Graf Götzen Rückholung e.V.“  um Hermann Josef Averdung (1. Vorsitzender), Walter Pusken (Schatzmeister) und Karl Meyer (Schriftführer) möchte die Liemba mit Hilfe der Beluga Werft an den Ort ihrer Taufe zurückholen. Im Papenburger Museumshafen soll sie als Touristenattraktion dienen. Der Transport ist auf EUR 3,5 Mio. veranschlagt. Die Gelder sollen von privaten Investoren erbracht werden. Da die Beluga Werft zwischenzeitlich aus Insolvenzgründen für eine Zusammenarbeit nicht mehr zur Verfügung steht, ist man auf der Suche nach einem neuen Partner.

Die Initiative Run Liemba hingegen, um den Aachener Franz Hiss (Vorsitzender) und den im schweizerischen Kreuzlingen ansässigen Michael Berg (Stellvertreter), kämpft hingegen um eine Sanierung und den Weiterbetrieb des Schiffes vor Ort, finanziert aus deutschen Steuergeldern oder mit Hilfe eines Public Private Partnerships. Berg ist Historiker mit Schwerpunkt Verkehr und Technik. Das Ehepaar Hiss arbeitete als Entwicklungshelfer in Tansania. Seit einem NDR Film vor 10 Jahren ist Berg von der Liemba fasziniert. Monatelang durchforstete er Archive und trug Informationen zusammen. Im Oktober 2008 reiste er nach Tansania, fuhr mit der Mittellandbahn nach Kigoma und bestieg das Schiff. Die Bedeutung des Schiffes als lokales Verkehrsmittel aber auch als technisch-geschichtliches Kulturgut erkannte er sofort. 2009 lud er Kapitän Titus Benjamin sowie drei weitere Vertreter der Marine Service Corporation Limited nach Deutschland ein und lernte bei diesem Besuch das Ehepaar Hiss kennen. Stationen und Thema der Deutschlandreise:

  • Bodensee und Binnenseeschifffahrt
  • Berlin und Deutsche Afrikastiftung
  • Papenburger Meyer Werft, wo allerdings kein offizieller Empfang sondern lediglich ein reguläres Besuchsprogramm geboten wurde

Im Gegensatz zum Förderverein Graf Götzen geht es ihnen um den Erhalt der Liemba als „Visitenkarte der Region“ und als „tragendes Element der Verkehrsinfrastruktur auf dem See“ für Einheimische und Touristen gleichermaßen.

Die Initiative hat Kontakte zu allen wesentlichen politischen Institutionen, die sich um den Erhalt der Liemba bemühen. Die Gründung eines e.V. steht in Kürze an. Ebenso die Schaltung einer Website.

Email-Kontakt mit Michael Berg, März 2012

Momentan stellt sich die Frage, ob das „Liemba“-Projekt ein deutsches Entwicklungshilfeprojekt wird oder ob es angesichts der potenziellen Unterstützung durch DANIDA, die sich bereits für die Instandsetzung/Modernisierung der übrigen MSCL-Flotte engagieren, unter der Regie Dänemarks laufen wird.

Auf privatwirtschaftlicher Ebene steht der LOI von Heidelberg Cement, dem „sich mittlerweile noch andere deutsche Firmen angeschlossen haben. Gegenwärtig steht als Summe die Zahl 6 Millionen Euro im Raum! Dies bedeutet beste Voraussetzungen, das Projekt als Public-Private-Partnership durchzuführen. Und da die Gelder für die „Liemba“ nicht aus dem staatlichen Budget für Tansania abgezweigt werden müssen, sondern von privater Seite kommen, läßt sich die ganze Diskussion um eine nicht zweckgebundene Finanzierung elegant umschiffen!“

Update: Politische Aktivitäten, private Initiativen und Medien

Quelle: Email Michael Berg 27.06.2012 sowie Gespräch im Hause Meyer Werft mit Herren Jochen Zerrahn und Günther Kolbe.

Lt. Michael Berg steht derzeit „sehr viel mehr Geld in Aussicht, das aus den bedeutendsten deutschen Wirtschaftsunternehmen bereitgestellt zu werden scheint… Jedenfalls wäre damit die Instandsetzung der „Liemba“ auch kein „Public-Private-Partnership-Project“ mehr…

Jochen Zerrahn berichtet von einem Treffen in Berlin am 29.06.2012 mit einer Delegation Tansanischer Parlamentariern, die nach wie vor „bullish“ seien und sich dafür einsetzen, dass das Schiff umgebaut wird. Demgegenüber wurde die neuerliche Haltung der Tansanischen Regierung erörtert, die ihm Rahmen jüngster bilateraler Konsultationen die Ansicht geäußert habe, das Schiff auch selbst umbauen zu können, was den Parlamentariern so nicht bekannt gewesen sein soll.

Mitte September wird die französische Fernsehjournalistin Sandrine Leonardelli und Team mit der Liemba reisen, um eine Reportage für France 3 zu drehen.

Update zum Verein Graf Götzen Rückholung e.V., Januar 2013

Nachdem sich die Rückholung der Liemba nicht realisieren ließ, soll das Schiff nun in halber Größte nachgebaut werden. Dafür böte sich beispielsweise der Papenburger Hauptkanal an, in Sichtweite der alten MEYER WERFT, wo die Goetzen einst gebaut wurde. Ob der Kanal allerdings groß genug sei, um ein Schiff dieser Größenordnung unterzubringen, müsse noch geprüft werden. Ebenfalls offen, ist die Frage der Finanzierung. Etwa 2,5 Mio. EUR soll das Mini-Imitat kosten. Rund 1 Mio. EUR will Averdung bereits zusammen haben – Spendenzusagen, die allerdings für eine Rückholung, nicht für einen Nachbau zugesagt worden waren. Da müsse er jetzt noch einmal nachhaken, doch Averdung ist optimistisch. Wenn alles glatt geht, könnte die Goetzen II dann doch eine Papenburger Touristenattraktion werden. Vielleicht sogar schon 2014.

Update: Telefonat mit Michael Berg, Vorstandsvorsitzender Run Liemba e.V., Juli 2013

Auf Einladung des tansanischen Transportministeriums sollte eine Delegation, bestehend aus Vertretern der Niedersächsischen Staatskanzlei, des Germanischen Lloyd und MEYER Werft GmbH nach Kigoma reisen, um die Liemba erneut zu inspizieren. Die Reise war ursprünglich für April geplant, wurde auf Juni verschoben und kam auch zu diesem Zeitpunkt nicht zustande – nicht zuletzt deshalb, weil in der Frage der Reisekostenübernahme keine Einigung erzielt werden konnte. Mittlerweile sollen sich Verhandlungen zwischen der tansanische Regierung und DANIDA, die sich bereits bei der Teilsanierung der 90er Jahre engagierte, dahin gehend konkretisieren, dass für den Passagier- und Frachtverkehr ein neues Schiff gebaut und die Liemba als Touristenattraktion hergerichtet werden soll.

Modelle

Es gibt nicht viele Modelle vom Schiff, zudem stimmen sie wohl nicht in jedem Detail mit dem Original überein, werden mitunter als freie Nachbauten bezeichnet und können mitunter sogar käuflich erworben werden. Nach meinen Recherchen sind die derzeit bekanntesten Modelle hier zu finden:

  • MEYER WERFT, Besucherzentrum, Papenburg/Deutschland
  • Hotel Alte Werft, Restaurant Graf Goetzen, Papenburg/Deutschland
  • IMMH Internationales Maritimes Museum Hamburg, Peter Tamm sen. Stiftung, Hamburg/Deutschland
  • Schifffahrts-Museum, Nordhorn
  • Nairobi Railway Museum, Nairobi/Kenia
  • Kisumu Museum bzw. Kulturmuseum, Kisumu/Kenia

Quellen und Referenzen

Über Sarah Paulus

Ich bin freie Autorin mit Fokus auf Reportagen und aktuelle Themen rund um Reise, Politik, Menschen und Kultur. Meine Artikel und Reportagen wurden u.a. in der FAZ, der Süddeutschen Zeitung, der Morgenpost, dem Tagesspiegel, der Welt/Welt am Sonntag, bei Spiegel Online sowie in diversen Magazinen veröffentlicht. Sarah Paulus
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6 Antworten zu Tansania (Teil 2): Daten zur MV Liemba, früher SMS Graf GOETZEN

  1. Pingback: M.V. Liemba: historische und technische Daten | M.V. Liemba

  2. dirk fritzlar schreibt:

    Nach meinen Informationen wurde die Hedwig von Wissmann am 09.02.1916 von vier feindlichen Schiffen versenkt, da mein Uropa zu dieser Zeit auf dem Schiff war.

    • Sarah Paulus schreibt:

      Hallo Herr Fritzlar,

      vielen Dank für diese Information. Haben spezifische, historische Dokumente, Unterlagen oder Fotos zum Thema Liemba/Uropa und können Sie mir diese zuschicken?

      Beste Grüsse, Sarah Paulus

  3. Pingback: Tanzania (Part 2): Facts and Figures on MV Liemba previously SMS Graf GOETZEN | Sarah Paulus

  4. yaswid schreibt:

    Hallo,
    es ist möglich ein Fahrt mit Liemba durch alle Stops heutzutage machen?
    wie viele Stops überhaupt hat liemba in Tanganjikasee, 17 oder 19? was kann man in diesen Orten Sehen, besuchen oder erleben?

    Vielen Dank für eure Unterstützung
    YasWid

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